|
|
 |
 |
 |
 |
Orthomolekulare Medizin
|
|
|
Orthomolekulare Medizin
Der Begriff "orthomolekular" hat seinen Ursprung in dem griechischen Wort "orthos" (= richtig, gut) und dem lateinischen Wort "molecula" (= Baustein von Substanzen). Damit alle Stoffwechselprozesse im Körper störungsfrei ablaufen können, fordert die Orthomolekulare Medizin, dass alle notwendigen Mikronährstoffe in ausreichender Menge zur Verfügung stehen müssen. Das Prinzip der Orthomolekularen Medizin beruht daher auf der gezielten und teilweise sehr hohen Zufuhr von Mikronährstoffen; entscheidend dabei ist die richtige Auswahl und Konzentration der Stoffe. |
|


|
|
|
Philosophie / Entstehungsgeschichte
Der Nobelpreisträger und Chemiker Linus Pauling begründete dieses Prinzip, das seit 1978 in den USA als offizielles Heilverfahren zugelassen ist. Linus Pauling (1901 - 1995) war davon überzeugt, dass die Einnahme großer Mengen an bestimmten Vitaminen die Gesundheit erhalten und Krankheiten verhüten könne. Mit dieser Überzeugung war Pauling einer der bekanntesten Anhänger der orthomolekularen Medizin.
Viele Stoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren oder Fettsäuren (in der orthomolekularen Medizin «Nährstoffe» genannt) sind unabdingbar für die Erhaltung der Gesundheit. Normalerweise werden diese Substanzen mit der Nahrung aufgenommen und zum Teil auch vom Körper selbst hergestellt. Die Anhänger der orthomolekularen Medizin sind der Ansicht, dass viele Beschwerden und Erkrankungen auf einen Mangel an diesen Stoffen zurückzuführen sind, wobei der Bedarf individuell sehr verschieden ist. Deshalb gibt es Menschen, die trotz einer gesunden Ernährung zu wenig «Nährstoffe» aufnehmen und in der Folge erkranken können.
Ein Mangel an den in der orthomolekularen Medizin wichtigen Nährstoffen kann viele Gründe haben:
- Mangelnde Ernährung.
- Einseitige oder ungesunde Ernährung.
- Konservierte und verfremdete Nahrungsmittel, deren Nährstoffanteil durch die Verarbeitung sinkt.
- Nährstoffverlust in den Nahrungsmitteln durch langen Transport, falsche Lagerung oder ungünstige Zubereitung.
- Eine Steigerung des Nährstoffbedarfs durch die «moderne» Lebensweise, die mit Stress, Hektik sowie dem übermäßigen Genuss von Alkohol, Nikotin und Kaffee verbunden ist.
- Erhöhter Bedarf an Nährstoffen in Zeiten erhöhter Belastung, zum Beispiel während einer Wachstumsphase, einer Krankheit oder in der Genesungszeit.
- Umweltbelastungen.
In der orthomolekularen Medizin wird versucht, einen Mangel der erwähnten Nährstoffe zu verhüten oder auszugleichen, indem auf eine gesteigerte Zufuhr dieser Substanzen geachtet wird. Linus Pauling zum Beispiel nahm täglich große Mengen an Vitamin C, Vitamin E und Vitamin A ein - er wurde 94 Jahre alt.
Technik der orthomolekularen Medizin
Der Therapeut oder Arzt, der die orthomolekulare Medizin praktiziert, lässt sich die Beschwerden des Patienten genau schildern. Von diesen Symptomen kann er auf den eventuell zugrundeliegenden Nährstoffmangel schließen. Um Gewissheit über die Nährstoffversorgung des Patienten zu erlangen, kann der Therapeut Körperzellen und -flüssigkeiten (Haare, Urin oder Blut) auf ihren Nährstoffgehalt untersuchen lassen. Der Therapeut gibt dem Patienten Ratschläge, wie er durch eine Veränderung seiner Ernährungsgewohnheiten die Zufuhr der fehlenden Nährstoffe steigern kann (beispielsweise durch Verzicht auf Nahrungsmittel wie Weißmehl oder Zucker). Außerdem verschreibt der Therapeut nährstoffhaltige Mittel zum Einnehmen.
Wie kann die orthomolekulare Medizin eingesetzt werden
Die orthomolekulare Medizin kommt bei der Behandlung, vor allem aber auch bei der Vorbeugung von Krankheiten zum Einsatz.
Einige Beispiele sind:
- Verschiedene Vitamine zur Vorbeugung von Krebs oder zur Leistungssteigerung
- Magnesium, Zink, Selen und Vitamine zur Vorbeugung von Sehstörungen
- Omega-6-Fettsäuren zur Vorbeugung von Durchblutungsstörungen
- Magnesium gegen Wadenkrämpfe und Herzrhythmusstörungen
- Chrom, Zink und Mangan bei Schwankungen des Zuckerstoffwechsels
- Vitamin C und schwefelhaltige Aminosäuren bei einer Nickelallergie
- Zink und Vitamin C zur Förderung der Wundheilung
Ziele der Orthomolekularen Medizin sind die Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit und der Leistungsfähigkeit sowie die Vorbeugung chronischer Erkrankungen, wie z.B. Diabetes mellitus oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Dabei kann sie auch schulmedizinische Behandlungsmethoden begleitend ergänzen.
Ein besonderes Anwendungsgebiet der orthomolekularen Medizin ist die Psychiatrie, denn viele Menschen mit seelischen Problemen oder Geisteskrankheiten sollen unter Nährstoffmangel leiden. In die Behandlung dieser schweren Krankheiten mittels Nährstoffen werden einige Hoffnungen gesetzt.
Nebenwirkungen / Vorsichtsmaßnahmen
Die Einnahme von hohen Dosen an Vitaminen kann in seltenen Fällen zu einer Überdosierung und zu Vergiftungserscheinungen führen. Bis heute ist auch noch nicht bekannt, ob nach einer jahrelangen Einnahme von großen Mengen Nährstoffen gesundheitliche Schäden auftreten können.
Weiterführende Links:
Nahrungsergänzungsmittel Gesundheits-Philosophie
|
|
|
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage, holen Sie ärztlichen bzw. heilkundlichen Rat ein und fragen Sie Ihre Apothekerin oder Ihren Apotheker
|
Gegen die Reglementierungswut
|
|
 |