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Zum besseren Verständnis der Fibromyalgie
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Häufige Fehlannahmen im derzeitigen Verständnis der Fibromyalgie
Von Dr. med. Anna-Dorothea Hoeck, Ärztin für Innere Medizin und Psychotherapie, Köln
Eingangsbetrachtung: Es wird inzwischen viel über Fibromyalgie geschrieben. Interesse scheint demnach zu bestehen. Doch sind die Vorurteile unter Ärzten noch immens groß. Dazu das Beispiel eines Leserbriefs, am 15.11.02 im Deutschen Ärzteblatt erschienen.
Unter der Überschrift "Umwerfende Methode" äußert sich der Schreiber (ein Arzt) zu dem Beitrag: "Schmerzmessung sollte Standard werden." Zitat: "Würde ich dieses Messinstrument in meiner Praxis einsetzen, würden hier sicher alle depressiv oder hypochondrisch neurotischen Patienten, die Angstpatienten, die Patienten mit psychovegetativen Störungen, die "Fibromyalgie-Patienten und sämtliche anderen Lamentatoren/-innen Spitzenwerte erreichen. Eine wahrhaft umwerfende Methode. Völlig unkritisch werden Patienten, die Schmerzen äußern, auf Opiat - Analgetika (z. B. Tramal, Valoron) eingestellt, auch wenn sich hinter den Schmerzen eine psychosomatische Störung, eine larvierte Depression oder andere psychogene Entwicklungen verbergen."
Solche entwertenden und von Unverständnis sprechenden Äußerungen sind leider noch die Norm, nicht die Ausnahme. Aus diesem Grund möchte ich sieben häufig geäußerte Fehlannahmen im Denken über Fibromyalgie und verwandte Erkrankungen näher beleuchten, in der Hoffnung, zum Umdenken anregen zu können (Textkasten 1).
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1. Fibromyalgie ist durch ein krankhaftes Seelenleben bedingt und durch Psychotherapie rückbildungsfähig
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2. Die Fibromyalgie ist Ausdruck von körperlicher Gesundheit
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3. Die Fibromyalgie ist mit symptomatisch ausgerichteten Therapien ausreichend und erfolgreich zu behandeln
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4. Bei Fibromyalgie sind nur psychotherapeutische, und falls das nicht wirkt, psychiatrische Behandlungen als ärztlich indizierte Kassenleistungen anzuerkennen
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5. Die Fibromyalgie ist durch die "Tender points" zu beweisen. "Trigger points" schließen sie aus
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6. Wenn bei chronischer Müdigkeit Mängel und andere Stoffwechselstörungen nachgewiesen und diese behandelt werden, so gibt es keinen Grund mehr für anhaltende Müdigkeit
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7. Alles, was Sie über Fibromyalgie lesen, ist richtig
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Schlußbetrachtung
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Mit der Bezeichnung "und verwandte Erkrankungen" sind solche gemeint, die ebenfalls durch die drei Achsensymptome abnorme Schwäche. Funktionsstörungen und Schmerzen gekennzeichnet sind (s. Textkasten 2), und für die es anhand bisher üblicher Untersuchungen noch keine Erklärung gibt (1).
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Fibromyalgie / Fibromyalgie - 1. Fehlannahme
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