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Orthomolekulare Medizin bei Multiple Sklerose

Über den Sinn der begleitenden Orthomolekular-Therapie bei Multiple Sklerose Patienten

von Aida Infante-Göb

Es ist bekannt, dass das Nervensystem und die Zellen von Multiple Sklerose Patienten aufgrund von oxidativem Stress d.h. aufgrund einer zu geringen Menge an Antioxidantien oder/und einer zu hohen Konzentration an Oxidantien, einer oxidationsbedingten Zerstörung unterliegen.

 

Demzufolge ist es absolut nachvollziehbar, dass heutzutage (z.B. im Institut für Neuropathologie an der Uni Göttingen) teilweise in einem akuten Schub eine Plasmapherese (Blutwäsche) empfohlen wird. Durch die Plasmapherese werden toxisch wirkende Substanzen ausgeleitet und somit verringert sich in Konsequenz die Quantität der oxidativ wirkenden Auslöser.

Mehrere Studien beweisen die Wirkungseffekte von Antioxidantien in Verbindung mit Multipler Sklerose:

In einer Studie (1.) wurde anhand des Blutes von 28 Multiple Sklerose Patienten und 30 Gesunden nachgewiesen, dass die MS-Patienten signifikantem, oxidativem Stress ausgesetzt waren.

Eine weitere Studie (2.) belegte, dass in 23 % des MS Patientenkollektivs, (hauptsächlich Frauen) ein Vitamin D- Mangel festgestellt werden konnte und somit auch die Gefahren von Osteoporose und Knochenbrüche gesteigert waren. Der BMD (Knochen-Mineral-Konzentration) war signifikant reduziert.

Bei 16 Multiple Sklerose Patienten (4.) stellte man auch einen erhöhten Homocystein - Spiegel fest, der durchaus mit dem Auffüllen der Vitamin B6 und Vitamin B12 –Depots sehr entscheidend beeinflusst werden kann.

Folglich bestätigt sich anhand dieser Studien (1.;2.;3.;4), dass durchaus die Möglichkeit einer Begleittherapie mit Antioxidantien in Kombination mit einer geeigneten Diät, besteht. Es sollte sich dadurch ein Fortschreiten der Krankheit verlangsamen lassen.

Empfehlenswerte antioxidativ wirkende Nahrungsergänzungsmittel, die sich zur Unterstützung eignen, sind:


Glutathion als Zellschutzfaktor Nr.1 / 100 bis 500 mg pro Tag
Vitamin B6 / Dosierungsempfehlungen schwanken zwischen 2 und 250 mg täglich.
Vitamin B12 / Bei therapeutischer Anwendung (Nerven) von Methylcobalamin (B12) empfiehlt man höhere Dosierungen bis max. 40.000 mcg. Für eine therapeutische Anwendung beginnt man 1.000 mcg. (500 bis 1.000 mcg Empfehlung für gesunde Personen)
Vitamin E / rund 400 mg pro Tag für maximal 5 Wochen idealerweise in Kombination mit Vitamin C /1000-2000 mg pro Tag und im Abstand von 2 Stunden zur Seleneinnahme in Kombination mit Bioflavonoiden (z.B.Acerola-Kirsche)
Vitamin D /400- 1.000 IE (Berkeley Institut Kalifornien)in Abstimmung mit einem Therapeuten und bei höheren Dosierungen möglichst mit der Messung des Calciumgehalts im Blut (zur Dauergabe nicht empfohlen)
Ubichinon/Q 10 / 300-1200 mg therapeutisch möglich
Selen (L-Selenomethionin / Sodium Selenat/ Selonodiglutathion) /200-max.800 mcg pro Tag, möglichst vor der Nachtruhe und im Abstand von min. 1 h zur Vitamin C-Einnahme

Quellen / Studien:
1. Syburra C; Passi S, Ukr Biokhim Zh 1999 May-Jun;71(3):112-5
2. Nieves J; Cosman F; Herbert J; Shen V; Lindsay R, Neurology 1994 Sep;44(9):1687-92
3. Mai, Jesper, et al, Biological Trace Element Research, 1990;24:109-117.
4. Baig, Shahid, M. and Qureshi, G. Ali, Biogenic Amines, 1995;11(6):479-485.

Quelle: HiLife e.V.


Weiterführende Links

HiLife e.V. (->)

Institut für Neuropathologie an der Uni Göttingen (->)


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